Schnarchnase

Gestern war es mit – 7,5 Grad ja dezent frostig. Die Hunde mussten zu Hause bleiben. Wollten sie auch, haben sich beide direkt in ein Körbchen gekuschelt und ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter gezogen 😀 Shaman haben wir frei laufen lassen, wenn es so frostig ist lässt er doch gern noch mal den Araber raus hängen und bockt freudig rum.

Bis dahin hieß es aber jede Menge Geduld bewahren. Immer wieder hat er sich gewälzt. Blieb dann entspannt liegen. Augen zu. Noch mal wälzen. Und das Ganze von vorn. Und noch mal. Da könnt ich manchmal echt aus der Haut hüpfen 😀 Zwischen drin ist er doch gut und schwungvoll gelaufen. Trab, Galopp und einige (ordentliche!! 😀 ) Bocksprünge. Dann noch 15 Minuten im Schritt zum Auslaufen, kräftig durchschubbern mit der Bürste und ab Futter fassen 🙂 Sein Fellwechsel hat sich im Alter schon 4 Wochen nach hinten geschoben. Im Normalfall ist jedes Pferd pünktlich ab der Wintersonnenwende im Fellwechsel. Dieser wird vom Licht beeinflusst, nicht aber von der tatsächlichen Temperatur – wie viele annehmen. Weshalb es auch überhaupt nichts bringt die Pferde Anfang Herbst einzudecken „damit sie nicht so viel Winterfell“ kriegen. Dadurch bekommt man nur Pferde die unter ihren Decken schwitzen und sich erst recht was wegholen. Es mag Pferde geben, bei denen das etwas funktioniert. Nicht aber bei Pferden wie Shaman, die rund um die Uhr und das von Anfang an draußen leben. Im Alter behalten Pferde ihre Winterpelz länger und legen ihn sich früher zu. Für einige Rentner (auch junge Pferde die zu viel Pelz schieben) ist eine Komplett-Schur eine wahre Wohltat, ohne Hilfe stehen sie schon in Ruhe klatschnass und pumpend in der Box oder auf dem Paddock. Natürlich müssen sie dann entsprechend der Witterung immer eingedeckt werden.

Hier mal die Schnarchnase beim Dösen in der Halle 😀

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Frieda und Otto hab ich auch noch vor die Linse bekommen. Otto kam gleich freudig angelaufen. Mit ihr im Schlepptau. Endlich ein Mensch der ihn mal vor ihr retten kann 😀 Er kann aber auch schauen, mit seinen großen, hübschen Augen. Ich mag ihn sehr gerne. Den kleinen Wirbelwind auch. Otto ist kein Rudelführer, er ist ein eher ängstlicher Hund, der gut auf den Hof und seine Menschen aufpasst und meldet. Wird Frieda von den Zwergen gemaßregelt, kommt er aufgeregt mit Bürste, aufgestellter Rute und nach vorne gerichteten Ohren angetrabt. Auch dann reicht es, wenn ich ihn aus der Entfernung anspreche und sofort dreht er ab, entspannt sich sichtlich und ist einfach froh, dass er das nicht regeln musste. Nachdem Frieda gestern wieder sehr frech war (sie zieht ihm die Lefzen lang, springt ihn an, kriecht unter ihm durch usw.), hat er einmal die Pfote genommen und Patsch! drauf auf die Birne. Sehr vorsichtig. Hat sie aber mal ernst genommen, sich ein paar Schritte getrollt, geschüttelt und gut sein lassen. Aber nicht lange, wie man auf dem letzten Foto sieht, wo sie versucht hat ihm galant auf den Hintern zu hoppsen 😉 Sie wird jetzt 5 Monate alt und hat grad noch mal einen richtigen Wachstumsschub hingelegt.

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12 Gedanken zu „Schnarchnase

  1. Das Spiel zwischen Otto und Frieda kommt mir bekannt vor. Bei uns heißen sie nur Rona (Otto) und Leni (Frieda). 😀 Rona ist der Hund von meiner Mutter, VIEL zu gutmütig und Leni rotzfrech.

    Ich kenne mich mit Pferden so gar nicht aus, aber es klingt fast wie Hundeerziehung. 😉

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    • Da haben die Rotznasen echt Glück, dass die anderen so einen mega langen Geduldsfaden haben 😀 Ja, ist sehr ähnlich. Natürlich haben Pferde eine ganz andere Körpersprache als Hunde, aber sie brauchen ebenso Bewegung, Disziplin und natürlich jede Menge Liebe 😀 Aber in der Reihenfolge 😀

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    • Otto und Frieda waren ja draußen und die Zwerge zu Hause 😀 Früher hätt er sich nie so lange hingelegt. Wälzen, aufstehen, losbocken, wälzen, aufstehen, losbocken und wieder von vorne 😀 Er lässt sich auch durch nichts aus der Ruhe bringen. Liegt einfach entspannt und wenn ich ihn mal mit ner Möhre locken will, brubbelt er ganz süß – aber aufstehen? Nö! 😀 Liebe Grüße

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    • Ja, da hat er glücklicherweise keine Probleme. Sonst wäre das echt übel, so oft wie er sich wälzt. Er kommt auch noch von einer Seite auf die andere beim Wälzen, selbst wenn die eine Seite bissel erhöht ist vom Sand. Dann schubbst er mit dem Nacken nach und die Beine fliegen hinterher 😀

      Muss ich mal fragen, ob Otto reinrassig ist (wenn ja welche) oder ein Mix. Auf alle Fälle ein typischer Jagdhund. Aber so süß 🙂 Drück Dich ❤

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