Anweiden

Der Frühling ist da, das Gras fängt wieder an zu sprießen. Bald geht sie los, für die Pferde die schönste Zeit des Jahres – auf der Weide 🙂

Nun gibt es aber einiges zu beachten, bevor die Pferde problemlos den halben oder ganzen Tag auf der Weide stehen können. Früher gab es im Stall wo Shaman steht eine riesige Koppel die von Herbst bis Frühjahr täglich genutzt werden konnte. Dann ging es wieder auf die kleineren Koppeln. So waren Darm und Stoffwechsel immer gut eingestellt, ein Anweiden entfiel. Seit ein paar Jahren gibt es diese leider nicht mehr, im Winter sind die Koppeln gesperrt, es gibt nur jeweils einen großen Paddock für die einzelnen Gruppen.

Damit Shaman sich langsam umstellen kann, fangen wir jetzt schon an ihn viermal die Woche 5 – 15 Minuten grasen zu lassen. Auf Grund der Größe der einzelnen Gruppen ist es nicht möglich, dass der Stall sie in der ersten Woche nur 15 Minuten (jeden zweiten Tag um 15 Minuten steigern) raus lässt. Bis zum Sommer kommen sie morgens ca. 1,5 Stunden nach dem Füttern raus und bleiben dort bis nachmittags. Daher wird ihnen täglich ein kleinerer, weiterer Bereich abgesteckt. Das beugt Bauchschmerzen und Hufrehe vor. Hier mal ein guter Beitrag zum Thema Anweiden.

Bevor es auf die Koppel geht, sollte generell gutes Heu gefüttert werden. Das bremst auch den Heißhunger auf s Gras. Müsli gibt man morgens am besten nur sparsam, nach dem Raufutter. Viele Halter lassen die Pferde aus Kostengründen oft ganz auf der Weide, füttern kein Raufutter zusätzlich. Da hab ich immer bissel Magenschmerzen bei. Die meisten Weiden und das dort angebotene Gras sind nicht mit dem von früher zu vergleichen. Zu klein, zu nährstoffarm. Shaman und seine Kumpels dürfen so bald es tagsüber zu warm wird, die ganze Nacht über draußen sein. So hat sich die Futterzeit auf der Koppel von ca. 6 – 8 Stunden, auf über 12 Stunden erhöht. Dennoch gibt es vorher und nachher ausreichend Heu bzw. Wiesencobs für ihn (auch die anderen Pferde). Natürlich dem aktuellen Bedarf angepasst.

Auch die Fjordpferde, auf dem Gestüt wo ich früher mein erstes Pferd hatte, kamen nach dem richtigen Anweiden nachts raus. Dennoch gab es immer qualitativ gutes Heu davor und danach. Dafür wurde Kraftfutter auf ein Minimum reduziert.

Hier ein Foto von Shaman beim Grasen, ganz aktuell, Mutti sei Dank 😀

Anweiden

 

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6 Gedanken zu „Anweiden

    • Ja, so langsam merkt man ihm sein Alter am Fellwechsel an. Er verliert es immer später. Tjaaa, darf meine Mama sich mit befassen und ihn vom Pelz befreien 😀 Auf der anderen Seite sind die Rentner ja so auch besser geschützt. Immerhin gibt es gute Putz-Utensilien wie Furminator oder auch den Eisen-Striegel den wir haben 😀 Knuddel ❤

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      • Ja, so einen Furminator habe ich für Bachus. Bei seinem dicken Puschelfell ist das eine echte Erleichterung. Da putzt man sich sonst dumm und dämlich. Das ist ganz schön anstrengend. Das glaubt niemand, der noch nie einem Pferd, den Winterpelz herunter geputzt hat. 😉

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      • Also 10 Minuten richtig putzen (vor allem bei dem Pelz) soll ja schon eine halbe Semmel mit Salami und eine kleine Cola verbrennen 😀 Dann auf und Schlank putzen *gg*

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