Im Schritt ums Feld

Am Donnerstag konnte ich mit Shaman eine größere Runde ausreiten. Er war gut drauf, auch wenn er ab und an abhusten musste. Auf dem Hinweg viel Trab, dann ruhig an der Straße entlang. Ein kleiner Twingo fuhr gaaanz langsam an uns vorbei und hielt dann an. Ein älterer Herr am Steuer. „Ganz schön mutig so allein auszureiten!“. Ich: „Das machen wir seit fast 18 Jahren so und ich hab ja ein schnelles Pferd!“ 😀 Darauf musste er schmunzeln und fuhr weiter. Shaman war die ganze Runde über etwas gaga im Kopf. Am liebsten wäre er die ganze Zeit im gestreckten Galopp langgebrettert. Auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit und der vielen langen/ breiten und tiefen Schlammpfützen, war aber nicht mehr als Schritt oder auch mal flott Trab möglich.

Heute war er bei der Runde ums Feld auch total entspannt, hat sich nicht einmal aufgeregt. Ganz toll 🙂 Dafür ist er mir beim Grasen später fast auf den Arm gehüpft weil er so einen Schreck bekommen hat 😀 In drei Wochen darf seine Gruppe auch wieder auf die Koppel, Anfang des Monats wurde wieder was gegen Jakobskraut gespritzt und es herrscht noch Koppelverbot. Das ist doof für Shaman, auf dem Paddock sind zu viele Pferde auf zu wenig Raum. Ständig kommt er mit neuen Schlagstellen, weil er stänkert (er mag viele Pferde einfach nicht) oder wird selbst zum Mobbing-Opfer. Dazu kommt noch, dass es nichts zu fressen gibt. Manchmal verteilen sie Heu, aber oft stehen sie dann über Stunden nur rum. Da kann er besser in seiner Paddock-Box stehen. Jederzeit trinken und Heu futtern. Frische Luft hat er dort auch und angemessene Bewegung von uns.

Und was heißt hier eigentlich allein? Wir werden doch beim Ausreiten ständig von diesem Schattenpferd samt Schattenreiter begleitet! Die lassen sich einfach nicht abschütteln! 😀

Ich höre das Klackern der Hufe auf dem Asphalt so gerne^^ Die meisten Pferde sollten generell auf härterem Boden bewegt werden bzw. abwechslungsreich im Gelände. Sie stehen Zeit ihres Lebens auf viel zu weichem Boden, dann noch dicke Stroh-Mist-Matratzen in den Boxen, weiche und viel zu tiefe Böden in Halle und auf dem Platz… Shaman geht viel auf hartem Boden. Auch ein flotter Galopp auf gefrorenem Boden ist kein Problem für ihn oder seine Gelenke. Er wurde aber auch von Anfang an auf die Belastung richtig vorbereitet und kann sich sicher auf allen Böden bewegen.

Shaman83Shaman85

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6 Gedanken zu „Im Schritt ums Feld

  1. Das hört sich nach einem wunderschönen Ausritt an! Den Schattenreiter kenne ich 😄 den wird man einfach nicht los 😄
    Sehr schade, dass er momentan nicht auf die Weide kann. Aber du bewegst ihn sicherlich trotzdem ausreichen und verbringst Zeit mit ihm 👍🏻
    Liebe Grüße
    Verena von https://verenamariahaufe.com

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    • Ich sag s ja, sehr hartnäckig!:D Normal müsste er jeden Tag mindestens zwei Stunden im Schritt gehen, aber das ist für uns nicht machbar. Viermal die Woche wird er von uns bewegt, drei Tage geht er komplett mit seiner Gruppe auf den großen Paddock, dazu zweimal die Woche (an den Tagen wo wir nicht da sind) für mindestens 30 Minuten Schritt in der Führanlage. Sobald die Koppel wieder freigegeben ist, kann er 6 Tage die Woche mit rauf. Liebe Grüße, Frauke

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