Bis bald

Nach zwei Monaten ist die schöne Zeit hier vorbei. Natürlich freue ich mich auf Zuhause. Aber es wäre schon schöner wenn wir dichter beieinander wohnen würden und uns öfter sehen könnten.

In den nächsten Wochen wird es wohl keine neuen Beiträge hier geben, musste mit meiner Mama den Laptop tauschen (haben den gleichen) damit sie weiter arbeiten kann und muss diesen wieder einschicken. Hab zwar einen Ersatz-Laptop und werde wohl online sein, aber der ist praktisch „nackig“ und ich habe keine Lust erst alle Programme usw. da drauf zu ziehen und dann ein paar Tage später noch mal wenn der andere wieder da ist.

Shaman im Wald – immer ein bezaubernder Anblick ❤

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Ausritt im Nebel

Nach einer sehr doofen Nacht (jede Drehung hat unfassbar im Hals weh getan und ich drehe mich sehr oft…) bin ich kurz nach sechs aufgestanden. Diego war eh wach und Kayla musste wohl oder übel mit aufstehen. Auch wenn sie versucht hat der Decke hinterher zu krabbeln 😉 Die letzten zwei  Monate sind wir nie später als halb sieben hoch.

Bei knackigen 9 Grad musste ich sogar meine Winterjacke anziehen. Sonst wäre ich im Wald erfroren. Kayla wurde auch eingepackt, Diego macht das noch nix. Er ist froh, dass es mal nicht so heiß ist.

Mir tut jeder Knochen weh, aber reiten ging komischerweise super. Nur keine schnellen Drehungen mit dem Kopf. Also ab durch den Nebel in den Wald. Hätte ich gewusst dass er sich heute teils aufführt wie Rotz am Ärmel, wäre ich nur die kleine Runde geritten.

Kaum über die Straße, fing er an den Araber raushängen zu lassen. Extrem guckig, der Kopf ruckte nur so von rechts nach links. Kleine Anmerkung: Der Araber wurde jahrhundertelang darauf gezüchtet den Kopf oben zu tragen und weit in alle Richtungen zu schauen um den Reiter notfalls schnell warnen und fliehen zu können. Was also machen viele Reiter nun falsch..? Sie zerren den Arabern den Kopf mit aller Macht auf die Brust, nehmen ihm jede Sicht und machen ihn nur noch nervöser. Was nicht selten zu völligen Aussetzern und schweren Unfällen führt. Und am Ende heißt es der durchgeknallte, unreitbare Araber wäre schuld. Möp. Ist er nicht. Aber wie bremse ich denn nun richtig? Ganz einfach. Enge Wendungen. Oft reicht bei Shaman schon wenn ich den linken Zügel annehme und über den Widerrist nach rechts führe. Dann bremst er ab und holt mal wieder Luft. Selten, dass ich mal mit beiden Zügeln ein deutliche Bremse ausführen muss. Das ist ihm unangenehm und er schlägt sofort mit dem Kopf. Lässt sich aber nicht immer vermeiden, denn Sicherheit geht vor. Hört er auf nichts mehr, muss ich ihn auch mal nicht so nett bremsen.

Auf unserer alten Galoppstrecke sah es aus als hätte ne Bombe eingeschlagen. Normal sind wir die ca. 1,5 km im Galopp durch. Auch mal nur Trab oder Schritt. Aber die Strecke war einfach toll zum Galoppieren. Heute ging es nur im Schleichtempo voran. Ständig hingen Bäume im Weg oder lagen so blöd, dass wir drüber trampeln mussten, da es an der Seite auch kein Vorbeikommen gab. Dazu tiefe Krater im Boden. Meine Mama hat Verbot die Strecke mit ihm zu gehen, bis das wieder ordentlich aussieht. Ich hatte wirklich meine Mühe ihn zu halten, er war kaum noch zu bremsen. Die Hirsche röhrten sich gegenseitig von einem Ende des Waldes zum anderen an. Die Hirschkühe liefen immer wieder neben uns oder kreuzten den Weg. Und dann… so 50 Meter vor uns läuft ein riesiger, schwarzer Keiler über den Weg. Was für ein Tempo… Ich hab mir eingeredet das ist einfach ein Hirsch in Sonderfarbe im Körper einer Hyäne! 😀 Vor Wildschweinen hab ich wirklich mächtig Respekt.

Als wir wieder auf dem Rückweg über die Straße sind, wollte Shaman tatsächlich noch mal die ganze Straße langlaufen. Nix. Ab nach Hause 😀 Endlich konnte er auch wieder ein ganzes Stück flott traben. Nachdem er sich beruhigt hatte und der Weg entsprechend gut war. Der Rest war sehr entspannt. So 20 Minuten vor dem Stall bin ich abgestiegen, hab noch ein paar Fotos gemacht und dann sind wir zurück.

Ausritt

Sonntag hatten wir perfektes Wetter zum Ausreiten. Frischer Wind, nicht zu kalt. Dazu eine tolle Nebelstimmung am Morgen 🙂 Kurz vor acht bin ich dann mit ihm los. Wäre es nach Shamans Motivation gegangen, hätte er die Runde im gestreckten Galopp absolviert. Leider hat er nach ein paar Metern Trab immer wieder husten müssen und ist dann von sich aus wieder durchpariert. Im Schritt war er aber kaum zu bremsen. Ich hab ihn machen  lassen wie er wollte. Leider kein guter Pilz zu sehen. Doof. Insgesamt waren wir so 1,5 Stunden unterwegs. Herrlich.

Wen juckt es?

Shaman! Und zwar gewaltig! 😀 Der Fellwechsel ist schuld. Dann schubbert er sich, wie im Video zu sehen, gerne mal an den unmöglichsten Stellen Schweif und Co. 😀

Leider ist Shaman schon wieder dünner geworden. Die Zeit auf der Koppel, beim Grasen, fehlt einfach. Dazu wieder die Atemprobleme und das Kotwasser. Zum Glück hat es direkt geholfen die Dosierung von Kristallkraft  auf die Maximaldosis pro Tag, abends verfüttert, zu erhöhen. Heute war schon nichts mehr zu sehen. Puh. Er hat sich auch gut angehört, kein Husten. Mehr als Schritt wollte er heute aber nicht gehen. Damit er aufbaut, auch Muskeln, gibt es ab sofort wieder diese Energiekörner-Mischung von PerNaturam. Ich kann sie nur wärmstens empfehlen!

Die erste halbe Stunde konnte er sich frei in der Halle bewegen. Wälzen, schubbern, Schritt. Danach waren wir noch eine halbe Stunde flott spazieren, haben meine Mama und die Hunde eingesammelt. Anschließend durfte er grasen und sich dann Wiesencobs + Möhren in seiner Paddock-Box abholen. Morgen werden wir ausreiten wenn sich das Wetter hält. Und Pilze sammeln, wenn keiner schneller war. Seit einer Woche sehe ich schon die schönsten Braunkappen und Steinpilze auf mich warten! 😀

Zum Schluss noch ein paar Fotos. Ach, eben beim Bearbeiten fiel mir auch auf wie ich bei RawTherapee ganz einfach die Fotos komprimieren kann. Bis jetzt immer „übergesehen“ 😀

Im Schritt ums Feld

Am Donnerstag konnte ich mit Shaman eine größere Runde ausreiten. Er war gut drauf, auch wenn er ab und an abhusten musste. Auf dem Hinweg viel Trab, dann ruhig an der Straße entlang. Ein kleiner Twingo fuhr gaaanz langsam an uns vorbei und hielt dann an. Ein älterer Herr am Steuer. „Ganz schön mutig so allein auszureiten!“. Ich: „Das machen wir seit fast 18 Jahren so und ich hab ja ein schnelles Pferd!“ 😀 Darauf musste er schmunzeln und fuhr weiter. Shaman war die ganze Runde über etwas gaga im Kopf. Am liebsten wäre er die ganze Zeit im gestreckten Galopp langgebrettert. Auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit und der vielen langen/ breiten und tiefen Schlammpfützen, war aber nicht mehr als Schritt oder auch mal flott Trab möglich.

Heute war er bei der Runde ums Feld auch total entspannt, hat sich nicht einmal aufgeregt. Ganz toll 🙂 Dafür ist er mir beim Grasen später fast auf den Arm gehüpft weil er so einen Schreck bekommen hat 😀 In drei Wochen darf seine Gruppe auch wieder auf die Koppel, Anfang des Monats wurde wieder was gegen Jakobskraut gespritzt und es herrscht noch Koppelverbot. Das ist doof für Shaman, auf dem Paddock sind zu viele Pferde auf zu wenig Raum. Ständig kommt er mit neuen Schlagstellen, weil er stänkert (er mag viele Pferde einfach nicht) oder wird selbst zum Mobbing-Opfer. Dazu kommt noch, dass es nichts zu fressen gibt. Manchmal verteilen sie Heu, aber oft stehen sie dann über Stunden nur rum. Da kann er besser in seiner Paddock-Box stehen. Jederzeit trinken und Heu futtern. Frische Luft hat er dort auch und angemessene Bewegung von uns.

Und was heißt hier eigentlich allein? Wir werden doch beim Ausreiten ständig von diesem Schattenpferd samt Schattenreiter begleitet! Die lassen sich einfach nicht abschütteln! 😀

Ich höre das Klackern der Hufe auf dem Asphalt so gerne^^ Die meisten Pferde sollten generell auf härterem Boden bewegt werden bzw. abwechslungsreich im Gelände. Sie stehen Zeit ihres Lebens auf viel zu weichem Boden, dann noch dicke Stroh-Mist-Matratzen in den Boxen, weiche und viel zu tiefe Böden in Halle und auf dem Platz… Shaman geht viel auf hartem Boden. Auch ein flotter Galopp auf gefrorenem Boden ist kein Problem für ihn oder seine Gelenke. Er wurde aber auch von Anfang an auf die Belastung richtig vorbereitet und kann sich sicher auf allen Böden bewegen.

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Evergreen 19

Wer auch einen Evergreen hat, den sie oder er immer wieder zeigen könnte – dann einfach einen Beitrag mit dem Titel Evergreen erstellen und in den Kommentaren posten 🙂

Was wäre Shaman ohne seine geliebte Gänse-Tränke?? 😀 Auf dem Weg zum Putzplatz muss er einmal ran und draus trinken. Darf er. Zumindest wenn frisches Wasser drin ist. Ansonsten hol ich ihm mit einem Eimer Wasser. Er hat in seiner Paddock-Box eine Selbsttränke und einen großen Bottich zum Heu eintunken und trinken. Aber wenn er weiß dass wir kommen wartet er bis er an die Gänse-Tränke kann oder wir ihn fürstlich bedienen und das Wasser schleppen 😀

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